Airbus-Chef Enders kritisiert TV-Talkshows nach Flugzeugabsturz

Berlin – Der Vorstandsvorsitzende des Luftfahrtunternehmens Airbus, Tom Enders, übt scharfe Kritik an den TV-Talkshows nach dem Absturz des Germanwings-Flugszeugs. „Was wir kritisch hinterfragen sollten, ist das Unwesen, das manche `Experten` vor allem in TV-Talkshows treiben. Teilweise wurde dort ohne Fakten spekuliert, phantasiert und gelogen. Oft hanebüchener Unsinn. Das ist eine Verhöhnung der Opfer“, sagte Enders der Zeitung „Bild am Sonntag“.

Enders forderte eine bessere Kontrolle durch die Fernsehräte: „Das ist Missbrauch der Medienmacht. Diese Leute verkaufen uns alle für dumm. Und dafür gibt es dann noch Honorare vom Geld der Gebührenzahler. Hier stimmt die Aufsicht in den Anstalten nicht.“ Die Piloten verteidigte Enders hingegen. Sie seien „normalerweise sehr zuverlässig, erstklassig ausgebildet“. Der Airbus-Chef: „Piloten verdienen auch weiter unser Vertrauen. Ein schwarzes Schaf macht noch keine Herde.“

Über dts Nachrichtenagentur