Aigner will Alleinerziehende und kinderreiche Familien mehr fördern

Mutter mit Kleinkind und Kinderwagen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mutter mit Kleinkind und Kinderwagen, über dts Nachrichtenagentur

München – Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich im Koalitionsstreit über eine Erhöhung des Kindergelds gegen eine allgemeine Erhöhung der familienpolitischen Leistungen ausgesprochen. „Wir brauchen eine gezielte Förderung von Alleinerziehenden und Familien mit mehreren Kindern, keine sozialen Segnungen, die niemand bezahlen kann und vom Verfassungsgericht gar nicht eingefordert werden“, sagte Aigner der „Welt“. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat vorgeschlagen, das Kindergeld für alle Familien ab 2016 um sechs Euro im Monat zu erhöhen.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) ist das zu wenig: Sie will ein Kindergeld-Plus von mindestens zehn Euro. „Schwesig überdreht“, sagte Aigner dazu. „Eine Bundesministerin ist in der Verantwortung, sich an das Finanzierbare zu halten.“ Erst müsse erwirtschaftet werden, was ausgegeben werden soll.

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