Aigner: Kopftuch ist Zeichen grundgesetzwidriger Ungleichbehandlung

Frau mit Kopftuch und Frau ohne Kopftuch, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau mit Kopftuch und Frau ohne Kopftuch, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat sich dagegen ausgesprochen, dass Lehrerinnen Kopftuch tragen: „Ich kann nur nach dem gehen, was Muslima, die hier leben, selbst sagen: Mehr als 50 Prozent empfinden das Kopftuch als Zeichen einer nicht vorhandenen Gleichberechtigung. Das widerspricht unserem Grundgesetz“, sagte Aigner der „Welt“. Im Zentrum stehe „für uns das Wohl des Kindes, es wiegt in diesem Fall schwerer als das Recht auf Religionsfreiheit“.

Sie betonte: „Wir leben nach wie vor in einem christlich geprägten Land.“ Auch unter dem Gesichtspunkt fehlender Gleichberechtigung könne ein Kopftuch kein Beispiel für „unsere Jugendlichen und Kinder“ sein, sagte die CSU-Politikerin. Nach dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts erklärte Bayern, dass es keinen Handlungsbedarf gebe, die Regelung im Bildungs- und Unterrichtsgesetz des Landes zu ändern. In der Regel ist Lehrerinnen das Tragen von Kopftüchern untersagt, entschieden wird aber in jedem Einzelfall.

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