AfD: Umgang der Altparteien mit Pegida "demokratische Bankrotterklärung"

Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur
Foto: Alternative für Deutschland (AfD), über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der stellvertretende Sprecher der Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, hat den „Umgang der Altparteien mit der immer stärker werdenden Pegida-Bewegung“ scharf kritisiert und als „eine demokratische Bankrotterklärung“ bezeichnet. „Anstatt die Demonstranten ernst zu nehmen, sie einzubinden und ihnen zuzuhören wird ihnen Angst, Armut, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit pauschal unterstellt. Das ist eindeutig der falsche Weg und zeugt von einer beispiellosen Borniertheit“, sagte Gauland am Freitag mit Blick auf die Kritik an den Demonstrationen der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida).

Zwar brauche man die Sorgen der Pegida-Anhänger nicht notwendigerweise zu teilen, so Gauland. „Doch was diese Menschen derzeit an Beleidigungen und Demütigungen von Seiten der Altparteien ertragen müssen, ist unwürdig. Denn die Mehrheit dieser Demonstranten sind vernünftige Menschen, die nichts weiter tun, als ihre Bürgerrechte wahrzunehmen und friedlich von der Meinungs- und Versammlungsfreiheit Gebrauch zu machen.“ Die AfD unterstütze jede Form des friedlichen Protests gegen eine Politik, die die Bürger vor vollendete Tatsachen stelle „und uns als Extremisten anprangert, wenn wir uns dagegen wehren“, betonte Gauland. „Solche Proteste dürfen allerdings nicht von Extremen von rechts oder links missbraucht werden, um gezielt Gewalt zu provozieren oder extremes Gedankengut dort einfließen zu lassen. Darauf müssen nicht zuletzt die Demonstranten selbst achten, um den Erfolg ihrer Bewegung nicht leichtfertig zu verspielen.“

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