AfD-Chef Lucke rechnet mit massivem Bedeutungsverlust von Pegida

Pegida-Demo, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Pegida-Demo, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – AfD-Bundessprecher Bernd Lucke geht davon aus, dass die islamkritische Bewegung Pegida innerhalb des nächsten Jahres massiv an Bedeutung verliert. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) verteidigte Lucke dennoch die Gespräche der sächsischen AfD-Vorsitzenden Frauke Petry mit den Organisatoren: „Ich bin fest davon überzeugt, dass es richtig war, mit Pegida zu reden.“ Politiker wie SPD-Chef Sigmar Gabriel und die Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) seien diesem Beispiel gefolgt oder hätten es befürwortet.

Zuletzt hatte ein interner Führungsstreit das Pegida-Organisationsteam zersplittert. Dieses Schicksal drohe seiner Partei nicht, so Lucke: „Es ist deren Problem, wenn sie sich zerlegen. Wir zerlegen uns nicht“, sagte er. Auch inhaltlich grenzte Lucke die AfD von Pegida ab: Er sehe Zuwanderung, Migration und Integration „nur als eines von mehreren wichtigen Themen an“, mit denen sich die AfD befasse. Auf die Frage, ob es Pegida in einem Jahr noch geben werde, sagte Lucke: „Ich glaube eher nicht.“

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