Abbas wirft Israel "Völkermord" im Gazastreifen vor

Mahmud Abbas, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mahmud Abbas, über dts Nachrichtenagentur

Ramallah – Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat Israel angesichts der Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen „Völkermord“ vorgeworfen. Israel töte ganze Familien, so Abbas im Anschluss an ein Krisentreffen der palästinensischen Führung in Ramallah am Mittwoch. Dies sei ein „Genozid“ an der palästinensischen Bevölkerung.

Unterdessen setzt sich die Gewalt im Nahen Osten fort. Israel verstärkte die Luftangriffe gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen, dabei wurden nach palästinensischen Angaben mehr als 40 Menschen getötet, darunter zahlreiche Zivilisten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, die Angriffe würden solange fortgesetzt, bis keine Raketen mehr auf Israel abgefeuert würden. Die Hamas setzte derweil ihre Raketenangriffe auf zahlreiche israelische Städte fort. Nach Angaben der israelischen Armee wurden dabei erstmals auch Raketen auf den Atomreaktor in Dimona abgefeuert. Dabei sei es jedoch nicht zu Schäden gekommen. Hintergrund der neuen Spannungen in der Region ist die Entführung und die Ermordung von drei israelischen Jugendlichen sowie der mutmaßliche Rachemord an einem 16-jährigen Palästinenser.

Über dts Nachrichtenagentur

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