A96 – Geisterfahrer verursacht schweren Verkehrsunfall

A96 – AS Erkheim | 06.11.2011 | 11-1341

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Ein von einem Geisterfahrer ausgelöster Unfall kostete am Sonntagvormittag, 06.11.2011, zwei Menschen ihr Leben. Gegen 9.30 Uhr wurde der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West über Notruf ein Falschfahrer auf der A96 mitgeteilt, der im Bereich zwischen Holzgünz und Erkheim auf der Fahrspur, die Richtung Lindau führt, in Fahrtrichtung München unterwegs war. Trotz der umgehend ausgelösten Falschfahrerwarnmeldung wurde von dem Geisterfahrer rund eine Minute nach der ersten Mitteilung der folgenschwere Unfall ausgelöst. Der 82-jährige Mann aus dem Unterallgäu prallte im Bereich Erkheim frontal gegen einen auf dem linken Fahrstreifen entgegenkommenden Mercedes der von einer 49-jährigen Frau aus dem Landkreis Biberach gesteuert wurde. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug des Unfallverursachers über die Fahrbahntrennung auf die Fahrbahn in Richtung München geschleudert. Der Wagen mit dem eingeklemmten Fahrer fing Feuer und brannte bis zum Eintreffen der Feuerwehr vollständig aus.

Auch für die eingeklemmte Fahrerin des Mercedes kam jede Hilfe zu spät, der herbeigeeilte Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Ihre schwerst verletzte 51-jährige Beifahrerin aus den USA wurde nach der Bergung durch die Feuerwehr Erkheim in das Krankenhaus Memmingen gebracht. Aufgrund der auf der Fahrbahn liegenden Fahrzeugteile wurde ein nachfolgendes Fahrzeug beschädigt, in dem sich bildenden Rückstau ereignete sich ein Auffahrunfall. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde ein Gutachter zur Klärung des Unfallhergangs hinzugezogen. Es entstand ein Schaden von rund 50.000 Euro.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Markt Erkheim und Mindelheim. Seitens des Rettungsdienstes waren vor Ort insgesamt vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, der Einsatzleiter Rettungsdienst aus Memmingen und Mindelheim.

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