A8 – Leipheim – Fahrer eines belg. Reisebusses eingeschlafen

A8 – Leipheim | 20.08.2011 | 11-805

NEF-IllertissenAm Samstag, 20.08.2011, befand sich ein belgischer Reisebus mit 47 Personen auf der Fahrt  von Barry (Belgien) nach Südtirol. Gegen 5.50 Uhr befuhr der 54-jährige belgische Busfahrer mit seinem Doppelstockbus die A8 bei Leipheim, Richtung München, und kam hier, nachdem der Fahrer nach eigenen Angaben eingeschlafen war, nach rechts von der Fahrbahn ab. Nachdem er ca. 200 m im rechten Grünstreifen gefahren war, 5 Leitpfosten und ein Kilometerschild umgefahren hatte, konnte der Fahrer seinen Omnibus wieder auf die Fahrbahn zurücklenken und fuhr weiter bis zur Rastanlage Leipheim. Von dort verständigte der Busfahrer die Halterfirma. Obwohl ein erheblicher Flurschaden entstanden war und auch mehrere Insassen verletzt wurden, führte der Fahrer keine Verständigung der Polizei durch.

Erst durch die Mitteilung eines aufmerksamen Verkehrsteilnehmers wurde bekannt, dass sich der Unfall ereignet hatte.
Die Streife der Autobahnpolizeistation Günzburg stellte den unfallbeschädigten Bus dann auf der Rastanlage Leipheim fest. Die Unfallaufnahme ergab, dass insgesamt acht Personen leicht verletzt wurden. Deren Erstversorgung übernahm der Rettungsdienst und ein Notarzt auf der Rastanlage Leipheim. Die Verletzten zogen sich Prellungen und Hautabschürfungen zu.
An dem belgischen Reisebus entstand ein Sachschaden von ca. 10.000 Euro. Der Schaden an den Autobahn-Anlagen beläuft sich auf ca. 1.000 Euro.
Nachdem der belgische Busfahrer in Deutschland keinen Wohnsitz hatte, wurde der Bereitschaftsdienst der zuständigen Staatsanwaltschaft verständigt. Diese ordnete eine Geldstrafe i.H.v. 2.000 Euro an.
Da eine Weiterfahrt mit dem belgischen Bus nicht mehr möglich war, wurde über die Halterfirma ein Ersatzbus eines ortsansässigen Unternehmens geordert, der für die Weiterfahrt der gesamten Reisegruppe sorgte.

 

 

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