A7 – Memmingen – Polizei stoppt Pkw nach Kindesentziehung minderjähriger Jugendlicher bei Fulda

Blaulicht Stopp KelleDie schnelle und professionelle länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen der Polizei in Osthessen und dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West führte am Montag, 16.10.2017, zum schnellen Ende einer Kindesentziehung und zur baldigen Rückkehr der Jugendlichen zu ihren Müttern in Fulda, Osthessen.

Eine aufgelöste Anruferin rief die Polizei in fulda am Montag, 16.10.2017, um die Mittagszeit zu Hilfe und schilderte aufgeregt, dass gerade zwei verwandte Männer in ihrer Wohnung im Galassiniring waren und von dort gewaltsam zwei Jugendliche, einen Jungen im Alter von 14 Jahren und ein Mädchen im Alter von 16 Jahren, in ihre Gewalt gebracht und entführt hätten. Da es sich um einen Onkel und einen Halbbruder der Kinder handelte, deren Vater bereits verstorben ist und in Afghanistan beerdigt wurde, befürchtete die Anruferin, dass die Kinder von ihrem Onkel in dessen Gewalt gebracht werden sollten.

Da das Kennzeichen des Fluchtfahrzeuges bekannt war und der mögliche Zielort vermutet wurde, alarmierten die osthessischen Beamten auch die zuständigen Dienststellen entlang der BAB A7. Tatsächlich gelang es den bayrischen Kollegen der Autobahnpolizei Memmingen, das Fahrzeug, einen weißen Audi A4 Kombi, mit RV-Kennzeichen, auf der Autobahn A7 bei Memmingen aufzunehmen und einer Fahrzeugkontrolle zuzuführen. Die beiden Minderjährigen, die sich neben ihrem Onkel und Halbbruder in dem Fahrzeug befanden, bestätigten die Entziehung gegen ihren Willen und wurden zunächst in einer örtlichen Jugendeinrichtung aufgenommen. Von dort sollen sie im Lauf des Mittwochs nach Fulda in den Kreis ihrer Familie zurück gebracht werden. Die beiden Entzieher der Jugendlichen wurden nach Abschluss der ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen durch die Kripo Memmingen auf freien Fuß gesetzt.