A7-Illertissen – Schwerer Unfall mit Mutter und vierjährigen Sohn geht glimpflich aus

 

29-05-2014_a7_illertissen_voehringen_rudelsberger-forst_unfall_mutter_kind_feuerwehr_wis_new-facts-eu_0014

Foto: wis

wis – Glück im Unglück hatten eine 24-jährige Frau aus dem Kanton Graubünden und ihr vierjähriger Sohn am frühen Donnerstagmorgen, 29.05.2014: Die Schweizerin war kurz vor 5.30 Uhr mit ihrem Pkw auf der BAB A7 in Richtung Norden unterwegs, als sie aus unbekannter Ursache zwischen Illertissen und Vöhringen, direkt am Parkplatz „Reudelberger Forst Ost“, nach rechts von der Fahrbahn abkam und ins Gebüsch zwischen der Autobahn und dem Parkstreifen schleuderte. Das Fahrzeug überschlug sich, prallte mit dem Dach an einen Baum und blieb dort schräg auf der Seite liegen. Mutter und Sohn überstanden nach erstem Schrecken den Aufprall ohne schwere Verletzungen, waren aber im völlig deformierten Wrack des Pkw, eines VW-Passat-Variant, eingeklemmt. Dieser war so im Buschwerk versteckt, dass er weder vom Parkplatz noch von der Fahrbahn aus im schnellen Vorbeifahren entdeckt werden konnte. Glücklicherweise gelang es der Frau, mit ihrem Mobiltelefon einen Notruf über die Nummer 112 abzusetzen. Sie konnte dabei aber nur angeben, dass sie „zwischen Memmingen und Ulm“ unterwegs gewesen sei. Auf Rückfrage, ob sie den Unfallort genauer angeben könne, wusste sie nur, dass das ganze Auto von Buschwerk umgeben sei; sie konnte sich aber erinnern, kurz zuvor einen dreispurigen Anstieg passiert zu haben. So musste der Disponent in der Leitstelle davon ausgehen, dass sich der Unfall kurz nach der Einfahrt Altenstadt in Richtung Norden ereignet hatte. Demzufolge wurden der Rettungsdienst aus Erolzheim, die Feuerwehr aus Altenstadt und eine Streife der Autobahnpolizei Memmingen mit der Meldung „Unfall mit eingeklemmter Person auf der BAB A7 von Altenstadt in Richtung Illertissen“ in Marsch gesetzt. Als das erste Feuerwehrfahrzeug bis Illertissen durchgefahren war und gemeldet hatte, dass bis dahin kein Unfall festzustellen sei, erhielt dieses die Anweisung, bis zur Ausfahrt Vöhringen weiterzufahren und fast gleichzeitig ging der Anruf eines Lkw-Fahrers ein, der meldete, er habe im Vorbeifahren am Parkplatz „Reudelberger Forst Ost“ vermutlich ein Unfallfahrzeug gesehen. So trafen die Einsatzkräfte bald darauf ein und die Feuerwehrleute begannen, mit der Motorsäge einen Zugang zum Pkw freizuschneiden. Gleichzeitig kümmerten sich bereits Notarzt und Rettungssanitäter um die beiden Unfallopfer und konnten beruhigt feststellen, dass zumindest keine Lebensgefahr bestand und dass Mutter und Kind ansprechbar waren. Währenddessen war das umgestürzte Fahrzeug mit Spanngurten an einem Feuerwehrfahrzeug und am Baum befestigt worden, um ein weiteres Umkippen zu verhindern. So konnte nun mithilfe der Rettungsschere das Pkw-Wrack aufgeschnitten und mit dem hydraulischen Spreizer ein Zugang zu den Unfallopfern soweit freigelegt werden, dass zuerst das Kind und dann seine Mutter befreit und auf die Fahrtragen des Rettungsdienstes umgebettet werden konnten. Nach der Versorgung in den beiden Rettungswagen wurden sie in die Uniklinik Ulm eingeliefert. Die Verletzungen hatten sich allem Anschein nach als relativ leicht herausgestellt. Das total zerstörte Fahrzeug konnte daraufhin vom Abschleppdienst geborgen werden. Nach den Aufräumungsarbeiten wurde die rechte Fahrbahn wieder freigegeben, die der Altenstadter Kommandant Christian Link vorsorglich zur Absicherung des Einsatzes hatte sperren lassen. Hierzu waren ein Verkehrssicherungsanhänger vor der Parkplatzeinfahrt postiert und eine Kette von Verkehrsleitkegeln mit Warnleuchten aufgestellt worden. Weil am frühen Morgen noch relativ wenig Autos unterwegs waren, hatte der Verkehr ungehindert auf der linken Spur an der Unfallstelle vorbeifließen können. Gegen 7.15 Uhr war der Einsatz beendet.

 

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