A7 – Dettingen – Totalsperre nach schwerem Lkw-Unfall mit zahlreichen Verletzten

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Foto: Bringezu

Am Freitagabend, 16.03.2018, kam es gegen 19.20 Uhr, auf der BAB A7, in Fahrtrichtung Ulm, direkt auf Höhe der Anschlussstelle Dettingen/Iller, zu einem schweren Verkehrsunfall mit fünf, teilweise schwer verletzten Personen. Der Fahrer eines Container-Sattelzuges hatte aus noch nicht geklärten Gründen, auf Höhe der Anschlussstelle Dettingen, auf dem Standstreifen angehalten. Als er von dort wieder auf die durchgehende Fahrbahn einfuhr, übersah er einen auf der rechten Fahrspur herannahenden weiteren Kühlsattelzug. Dessen Fahrer versuchte noch nach links auszuweichen, was ihm aber nicht gelang, da sich zu diesem Zeitpunkt ein Pkw-Lenker auf gleicher Höhe auf der Überholspur befand. Während die beiden Sattelzüge miteinander kollidierten, gelang es dem Pkw-Führer unbeschadet vorbeizufahren. Eventuell wurde er von umherfliegenden Fahrzeugteilen getroffen, was aber noch abgeklärt werden muss. Ein zweiter und dritter unmittelbar nachfolgender Pkw konnten aufgrund der ausgelaufenen Betriebsstoffe nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhren frontal in den nun quer auf der Fahrbahn stehenden zweiten Sattelzug. Dieser war seinerseits frontal in die linke Seite des Sattelaufliegers des Unfallverursachers gestoßen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Zugmaschine des ersten Sattelzuges vom Auflieger weggerissen, wodurch sich beide Fahrzeugteile um fast 180 Grad drehten und schließlich auf dem Standstreifen zum Stehen kamen. Der Fahrer des zweiten Pkw wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Erolzheim mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Dieser wurde, wie das Ehepaar des dritten Pkw sowie die beiden Lenker der Sattelzüge in die umliegenden Krankenhäuser verbracht. Der Unfallverursacher wurde leicht verletzt, die vier anderen Personen schwer, aber nicht lebensgefährlich. Der vorläufig geschätzte Gesamtsachschaden beläuft sich auf ca. 280.000 Euro. An den beiden Sattelzügen und dem zweiten und dritten Pkw entstanden Totalschäden. Die Feuerwehr Erolzheim kümmerte sich mit 25 Mann und sechs Fahrzeugen um die Absperrung und Ausleuchtung der Unfallstelle. Die Fahrbahn in Richtung Ulm war bis Samstagmorgen, 07.00 Uhr, komplett gesperrt. Dessen Reinigung zog sich wegen der extremen Verschmutzung überdurchschnittlich lang hin. Währenddessen wurde der Verkehr an der Anschlussstelle Dettingen ausgeleitet.
Wenngleich sich der nachfolgende Verkehr lediglich kurzzeitig staute, kam es wenige Minuten später im Stau zu einem Auffahrunfall mit zwei beteiligten Pkw, bei welchem niemand verletzt wurde. Hierbei entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 6.500 Euro.

 

Foto: Bringezu/Pöppel

 

Foto: Pöppel