A7-Allgäu – Mehrere Autobahnunfälle beschäftigen Verkehrspolizei

A7-Allgäu + 05.03.2014 + 14-0328

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Wegen plötzlich auftretendem Graupelschauer und nicht angepasster Geschwindigkeit kam es am Mittwoch Nachmittag, 05.03.2014, auf der BAB A7 im Ober- und Ostallgäu zu mehreren Verkehrsunfällen in kurzer Zeit. Dabei wurden vier Personen leicht verletzt.

Gegen 13.45 Uhr war ein 85-jähriger Oberallgäuer auf der Autobahn in Richtung Füssen unterwegs und kam etwa 800 Meter vor dem Parkplatz Rottachtal mit seinem Audi nach rechts von der Fahrbahn ab. Dort kollidierte er mit einem Verkehrsschild und schleuderte auf die Fahrbahn zurück, wo sein Fahrzeug dann auf dem mittleren Fahrstreifen stehen blieb. Der durch den Unfall leicht verletzte Mann musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Es entstand hier Gesamtsachschaden von etwa 50.000 Euro, sein Auto wurde abgeschleppt.


Dieser Unfall wurde von einem folgenden 43-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg beobachtet. Zeitgleich geriet aber auch sein Mercedes ins Schleudern. Er stieß gegen die linke Leitplanke und schleuderte auch wieder auf den mittleren Fahrstreifen zurück, wo sein Auto dann auch stehen blieb. Der alleine im Wagen befindliche Fahrer blieb unverletzt. Sein Auto musste abgeschleppt werden. Es entstand Gesamtsachschaden von etwa 18.000 Euro.
Fast zeitgleich wurde der Polizei ein verdächtiger roter Audi mitgeteilt, der die A7 mit einem Unfallschaden in Richtung Süden gefahren sei. Etwa auf Höhe des Parkplatzes Rottachtal konnte von der Verkehrspolizei dann auch eine entsprechende Beschädigung an der Mittelleitplanke ausfindig gemacht werden. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass eine 27-Jährige aus dem Landkreis Donau-Ries vermutlich ebenfalls in Schleudern geraten war und den Schaden an der Mittelleitplanke verursachte. Da sie aber nicht an der Unfallstelle blieb bzw. die Polizei informierte, wird von der Verkehrspolizei nun wegen Unfallflucht ermittelt. Der hierbei entstandene Fremdschaden wird auf 2.000 Euro geschätzt.
Gegen 14.10 Uhr kam dann in gleicher Richtung etwa einen Kilometer vor der Anschlußstelle Nesselwang/ Rückholz eine Familie aus dem Landkreis Ludwigsburg nach rechts von der Fahrbahn ab, rutschte genau zwischen einer Leitplankenlücke hindurch, durchbrach den Wildschutzzaun und weiter auf die angrenzende Grünfläche, wo der Jaguar vom über 50 Meter entfernten Unterholz abgebremst wurde und so glücklicherweise mit einer größeren Baumgruppe nicht kollidierte.
Die Frau des 42-jährigen Fahrers auf dem Beifahrersitz und das im Fond befindliche Kind der beiden Eltern wurden durch den Unfall leicht verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer selbst blieb unverletzt. Das Fahrzeug musste von einem Abschleppunternehmen mit einer Seilwinde geborgen werden. Der Gesamtsachschaden dürfte hier etwa 100.000 Euro betragen.
Bei keinem der Unfälle musste die Fahrbahn komplett gesperrt werden. Dennoch kam es während der Dauer der Unfallaufnahme und Fahrzeugbergung zu Verkehrsbehinderungen. Außerdem rückte die Autobahnmeisterei Sulzberg zur Salzstreuung aus.


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