300.000 Euro Betrugsschaden im Ost-/Oberallgäu

Ost-/Oberallgäu | 04.07.2011 | 11-470

rechnungenDie Selbstanzeige einer Frau aus dem Ostallgäu brachte Anfang Dezember 2010 einen schadensträchtigen Fall von Untreue und Betrug ins Rollen. Die 38-jährige Frau hatte im Sommer 2010 damit begonnen, zunächst Heizöl und später dann auch Reisen und Tankkarten zu vermitteln. Dabei verkaufte die Beschuldigte das Heizöl deutlich unter dem Preis, den sie an die Lieferanten zu bezahlen hatte. Zunächst konnten die Rechnungen noch mit den Geldeingängen der neu geworbenen Kunden beglichen werden. Aber auf Dauer konnte dieses Geschäftsmodell nicht funktionieren und so entstanden zuerst Zahlungsprobleme und hieraus folgend dann Lieferprobleme für einen Teil der Kunden. In der weiteren Folge kam es auch bei der Vermittlung der Reisen und Tankkarten zu Zahlungsausfällen.

 

Als die Beschuldigten keinen Ausweg mehr aus ihrer finanziellen Situation wusste, erstattete sie auf Anraten ihres Rechtsanwalts Selbstanzeige bei der Kriminalpolizei in Kaufbeuren. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben insgesamt 73 Geschädigte aus dem Ost- und Oberallgäu sowie aus Kempten und Kaufbeuren, denen insgesamt ein Schaden von über 320.000 Euro entstand. Mit der Abgabe der Strafanzeige wegen Untreue und Betrugs an die Staatsanwaltschaft in Kempten sind die Ermittlungen der Kriminalpolizei abgeschlossen.

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