15 Prozent des verbrauchten Stroms kommt aus erneuerbaren Quellen

Landratsamt Neu-Ulm | 27.01.2012 | 12-0248

Erste Zwischenergebnisse zum Klimaschutzkonzept des Landkreises Neu-Ulm liegen vor – Bürger werden in den    Erarbeitungsprozess einbezogen

Im Landkreis Neu-Ulm sind die jährlichen Kohlendioxid-Emissionen innerhalb von 20 Jahren um 14 Prozent zurückgegangen. Gleichwohl lag die ausgestoßene Menge des Treibhausgases im Jahr 2010 mit 12,3 Tonnen CO2 pro Einwohner über dem bundesweiten Durchschnittswert (10 Tonnen pro Einwohner). Das geht aus ersten Erhebungen zum integrierten Klimaschutzkonzept hervor, das die Münchner Beratungsgesellschaft B.A.U.M. Consult seit Anfang November 2011 für den Landkreis Neu-Ulm erarbeitet.

Bei der konstituierenden Sitzung der Steuerungsgruppe zum Klimaschutzkonzept, zu der im Anschluss auch die Bürgermeister der Landkreisgemeinden ins Landratsamt eingeladen waren, stellte B.A.U.M.-Consult-Mitarbeiter Michael Wedler dieses und weitere Zwischenergebnisse der Bestandsanalyse vor. So stammen zum Bespiel 15 Prozent der insgesamt im Landkreis verbrauchten Strommenge aus erneuerbaren Energien. Bundesweit sind es 18 Prozent.

Die Steuerungsgruppe besteht aus insgesamt 20 Vertretern von Politik, Kreisverwaltung, Regionalverband Donau-Iller, Energieversorgungsunternehmen LEW und Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, des Forstbetriebs Weißenhorn und der Donau-Iller-Nahverkehrsgesellschaft (DING). Das Gremium wird regelmäßig in den Erarbeitungsprozess des Klimaschutzkonzeptes eingebunden.

Beteiligt wird – ähnlich wie beim Kreisentwicklungsprogramm – auch die Bevölkerung. Am 19. April präsentiert B.A.U.M. Consult bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept die Ergebnisse der dann abgeschlossenen Bestandsanalyse. Anschließend wird in drei thematisch unterschiedlichen Workshops mit Fachleuten und interessierten Bürgern diskutiert, wie der Ist-Zustand im Hinblick auf den Klimaschutz und die Energiewende verbessert werden kann. Jeder Workshop tagt zweimal. Die Termine sind: 26. April, 3. und 10. Mai (erste Runde) sowie 5., 12. und 19. Juli (zweite Runde), jeweils ab 17 Uhr. Die Veranstaltungsorte stehen derzeit noch nicht fest, sie sollen aber über den ganzen Landkreis gestreut werden.

„Die Ergebnisse der Workshops werden ebenso in die Ausarbeitungen der Firma B.A.U.M. Consult einfließen wie die fachlichen Anregungen und Anmerkungen der Steuerungsgruppe“, erläutert Raphael Bögge, der Persönliche Referent von Landrat Erich Josef Geßner, die Vorgehensweise.  

Ansprechpartner:
Raphael Bögge
Persönlicher Referent des Landrats
Telefon: 0731/7040-105
E-Mail: raphael.boegge@lra.neu-ulm.de

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